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LegalTech ist in aller Munde. Wie werden sich die neuen technischen Möglichkeiten auf die tägliche juristische Arbeit auswirken? Im bereits 6. Weblaw Forum LegalTech gehen wir dieser Frage aus vier Blickrichtungen auf den Grund: Am Vormittag des Forums zeigen Rechtsanwälte und Rechtsdienste, welche Entwicklungen in Sachen Digitalisierung im Gange sind. Am Nachmittag wagen Richterinnen und Richter sowie Notare und Vertreter von Grundbuchämtern einen Ausblick, wie die Technik das Berufsbild und die Aufgaben der jeweiligen Personen beeinflusst.

Im Rahmen des Forums sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie weit gehen diese Entwicklungen?
  • Wo und in was lohnt es sich, zu investieren?
  • Welche Aufgaben werden auch in Zukunft von Menschen gelöst werden und welche können automatisiert werden?
  • Welche neuen Arbeitsinstrumente, -methoden und -abläufe werden bereits heute oder in naher Zukunft eingesetzt?

Auch das diesjährige Weblaw Forum LegalTech beleuchtet praxisorientiert Erfahrungen im Einsatz neuen Technologien. Über 30 namhafte Expertinnen und Experten werden in Form von Keynotes, Breakout Sessions, Vorstellung von Praxisprojekten und Diskussionsrunden fachorientiert und praxisnah den Nutzen, die Grenzen und die Herausforderungen des Einsatzes von LegalTech analysieren.

Stream 1 – Programm Vormittag: Fokus Anwaltschaft

Uhrzeit Referenten & Titel
09:00 – 09:15

Öffnen der Zugänge

09:15 – 09:30

Begrüssung und Einführung ins Thema

09:30 – 09:55

Legal Tech und anwaltliches Berufsrecht in Deutschland – alte Probleme und neue Lösungen

Prof. Dr. iur. Thomas Gasteyer, Rechtsanwalt, Mitglied der Satzungsversammlung bei der Bundesrechtsanwaltskammer und Of Counsel Clifford Chance Frankfurt am Main

Im Jahre 1997 wurde in Deutschland die Einschaltung von Dienstleistern auf dem Gebiet der Informations- und Telekommunikationstechnik auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Der Vortrag behandelt die Prinzipien der Regelungen und zeigt ihre Grenzen, verbliebene Probleme und geht auf die aktuelle Diskussion in Deutschland ein, insbesondere im Verhältnis zum Datenschutz.

10:00 – 10:25

Outsourcing & Cloud-Lösungen für Anwälte – Anwaltsgeheimnis als «Hemmschuh» für Digitalisierung?

Carmen de la Cruz, Wirtschaftsinformatikerin, Notarin, de la Cruz Beranek Rechtsanwälte AG

Moderne IT-Lösungen machen auch vor der Anwaltsbranche nicht Halt: Office-Software, Leistungserfassung oder Bibliotheken aus der Cloud sind erhältlich und bieten einen grossen Mehrwert. Wie können diese Dienste genutzt werden und welche Schritte sind zu beachten? Wie kann das digitale Angebot optimal genutzt werden unter Beachtung des Schutzes des Anwaltsgeheimnisses? Digitalisierung ist gerade in Zeiten von COVID-19 für die Anwaltschaft unabdingbar, um mit Kunden überhaupt kommunizieren, Informationen austauschen und Abklärungen sicher tätigen zu können. Welche Schritte dazu nötig sind und was noch kommen wird, ist Gegenstand der Ausführungen.

10:30 – 10:45

Breakout Session: Die digitale juristische Arbeitsumgebung

Markus Loher, Inhaber und Geschäftsführer der Con-IT

Die Anwaltskanzleien benötigen professionelle Tools für mehr Digitalisierung und eine höhere Automatisierung. Dies erhöht die (ICT)Fitness für die Gegenwart (Stichworte: COVID-19, Home Office,
E-Rechtssicherheit) wie auch für die Zukunft (Stichworte: Kostendruck, Effizienz, eGov).

Weblaw entwickelt in Pionierarbeit seit über 20 Jahren Produkte und Lösungen, die zeitbeständig sind und so die Investitionen der Kunden schützen. Seit über zwei Jahren betreibt Weblaw die Anwaltscloud
‘LawDesk’, welche bereits bei vielen Kunden im Einsatz ist. LawDesk vereint IT-Infrastruktur, Fachapplikationen, juristische Inhalte und Prozesse in einem. Dank dem Outsourcing der IT kann sich der LawDesk-Kunde mehr seinen Aufgaben statt Updates oder Security widmen.

Die Breakout Session gibt einen Überblick zu LawDesk.

10:45 – 11:05

Pause

11:05 – 11:45

Diskussion

  • Prof. Dr. iur. Thomas Gasteyer, Rechtsanwalt, Mitglied der Satzungsversammlung bei der Bundesrechtsanwaltskammer und Of Counsel Clifford Chance Frankfurt am Main
  • Carmen de la Cruz, Wirtschaftsinformatikerin, Notarin, de la Cruz Beranek Rechtsanwälte AG
  • Marc Fischer, RA lic.iur. & Mediator FHA, SAVIENT.
11:50 – 12:05

Praxisprojekt: FairDivorce – professionelles Tool für Anwältinnen und Anwälte

Hans-Martin Allemann, Rechtsanwalt

FairDivorce baut einen professionellen Online-Dienst für Ehetrennung und -scheidung auf. Dieser beschlägt die Regelung der Betreuungszeiten, Unterhaltsberechnung, Güterrecht, Vorsorgeausgleich und die entsprechenden Vereinbarungen. Routine- und Rechenaufgaben sollen den Anwält*innen dadurch soweit möglich abgenommen werden. Die Dateneingabe soll so benutzerfreundlich sein, dass auch Klient*innen und Paralegals sie erledigen können. Am 28. Mai wird die 2-stufige Unterhaltsberechnung präsentiert.

12:10 – 12:25

Praxisprojekt: TrackRank – Ein Tool zur Überwachung der Aussenwahrnehmung von Anwaltskanzleien im Internet

Luca Schmid, Manuel Schmid, Serge von Steiger, Lukas Walter, Yannick Wohlhauser

Auf der Suche nach einer Anwaltskanzlei zur Beilegung eines Rechtsstreits existieren diverse Quellen, welche die Entscheidungsfindung beeinflussen. Kanzleien werden im Internet über verschiedene Plattformen von potentiellen Klienten wahrgenommen. Dabei von Bedeutung ist insbesondere die Positionierung in Anwaltskanzlei-Rankings, deren Anzahl in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Fraglich erscheint jedoch, wie eine Kanzlei den Überblick über ihre Aussenwahrnehmung im Internet sicherstellen kann. Dieser Frage widmeten sich die Referenten im Rahmen einer LegalTech Veranstaltung an der Universität St. Gallen (HSG) und präsentieren hierfür eine technische Lösung. Mit der Anwendung von "Web-Scraping" konsolidieren und tracken die Referenten verschiedene Plattformen des Internets, insbesondere Anwaltskanzlei-Rankings, welche die Aussenwahrnehmung einer Kanzlei bestimmen.

12:30 – 12:45

Praxisprojekt: Legal Chat-Bot

Andreas Nef, Responsible for Switzerland at the St. Gallen Symposium

Wie baue ich mir einen Legal Chat-Bot?

Andreas Nef zeigt in einer kurzen Session, welche Möglichkeiten und Tools es gibt. Key-Learnings und Grenzen dieses Ansatzes runden das Thema ab.

12:45 – 14:00 Mittagspause

Stream 2 – Programm Vormittag: Fokus Rechtsdienste / Aus- und Weiterbildung

Uhrzeit Referenten & Titel
09:00 – 09:15

Öffnen der Zugänge

09:15 – 09:30

Begrüssung und Einführung ins Thema

09:30 – 09:55

Die neue Bundesrechtsplattform: Recht als Linked Open Data

Jörg De Bernardi, Leiter Interne Dienste der Bundeskanzlei, Michel Moret, Leiter der Sektion «Kompetenzzentrum Amtliche Veröffentlichungen» der Bundeskanzlei, Gregory De Backer, Projektleiter bei der Firma Cogni.zone

Unter dem Projektnamen «Legi4CH» wird in der Bundeskanzlei zurzeit die Plattform zur Publikation des Bundesrechtes erneuert. Auf der Bundesrechtsplattform werden insbesondere das Bundesblatt, die Amtliche Sammlung des Bundesrechtes sowie die Systematische Rechtssammlung, also die konsolidierte Fassung des Bundesrechts und des internationalen Rechts, veröffentlicht.

Ein wichtiges Ziel des Projektes Legi4CH ist es, die Wiederverwendung der Daten der Bundesrechtsplattform zu ermöglichen, im Sinne des "Semantischen Webs» und der Prinzipien des «Linked Open Data», wie diese vom World Wide Web Consortium (W3C) definiert werden. Es geht darum, die Ressourcen so zu strukturieren und zu beschreiben, dass nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen sie durchforsten, auswerten, neu verknüpfen und nutzen können. Mit Ressourcen sind sowohl die Dateien selbst – also beispielsweise die Gesetzestexte – wie auch die beschreibenden Metadaten gemeint.

Die Metadaten werden in der semantischen Websprache RDF veröffentlicht. Dazu werden verschiedene Ontologien genutzt, unter anderem das ELI-Modell ("European Legislation Identifier"), das von mehreren europäischen Ländern und der Europäischen Union angenommen wurde, um ihre Gesetzesdaten in einem gemeinsamen und interoperablen Format auszutauschen. Neben vordefinierten Suchen und strukturierten Suchen über Webformulare werden die RDF-Daten auch über einen SPARQL-Endpoint für Abfragen zur Verfügung gestellt.

Alle beschriebenen Ressourcen (Gesetzestexte, Gesetzesentwürfe, ...) erhalten permanente – also technologieunabhängige - Identifikatoren (URI) und werden somit technologie- und anwendungsunabhängig anschlussfähig.

Die neue Bundesrechtsplattform wird anlässlich des Weblaw-Forums noch nicht in Betrieb sein. Hingegen wird eine Beta-Version des SPARQL-Endpoints zugänglich sein. Im Referat wird dieser Endpoint eingeführt und praktische Abfragebeispiele gezeigt. Nach dem Referat haben die Teilnehmenden ein Verständnis über den Aufbau des neuen Bundesrechtsportals; die dabei zum Einsatz kommenden Standards; die zur Verfügung stehenden Schnittstellen; das eingesetzte Datenmodell. Sie werden so besser in der Lage sein, die Daten der Bundesrechtsplattform abzufragen, zu verknüpfen und weiterzuverwenden, auch im Rahmen eigener Anwendungen oder Datenmodelle.

10:00 – 10:25

Mit Legal Design zu intuitiven und nutzerzentrierten Produkten & Services im Recht

Astrid Kohlmeier, Legal Designerin, Lecturer@Bucerius Executive Faculty

Während weltweit Design Thinking seit vielen Jahren die erfolgreichste Innovationsmethode in fast allen Industrien ist, brauchte der Rechtsmarkt sehr viel länger, um sich darauf einzulassen. Heute ist Legal Design der Begriff der Stunde, wenn es um die Frage geht, wie wir juristische Produkte und Services schaffen, die nicht mehr nur das materielle Recht, sondern vor allem den Bedarf der Nutzer in den Mittelpunkt stellen. 

Astrid Kohlmeier, Anwältin und Designerin mit Deutschen und Schweizer Wurzeln ist Pionierin auf dem Gebiet Legal Design und berät seit vielen Jahren internationale Kanzleien und Inhouse-Rechtsabteilungen sowie Legal Tech Unternehmen. 

In Ihrem Impulstalk geht sie darauf ein, 

  • was Legal Design genau ist, 
  • welche Ziele sich damit erreichen lassen,
  • wie wir mit Legal Design eine gute legal user experience schaffen können, und
  • warum die Rechtsindustrie in Zeiten der digitalen Transformation dingend einen neuen Ansatz braucht. 

Ein use case aus der Praxis rundet den Vortrag ab und macht das ganze Thema anfassbar.

10:30 – 10:45

Breakout Session: Rechtsgültig elektronisch signieren: Was kommt nach der SuisseID?

Patrick Meade, Happiness Manager bei Skribble, Zürich

Die SuisseID wurde 2010 von der Post als erste digitale Identität mit Signaturlösung der Schweiz herausgegeben und hat sich als Standard für E-Signieren bei Behörden, Anwälten und Notaren etabliert. Nun läuft sie aus und eine Alternative verbreitet sich: Skribble – eine Schweizer E-Signatur-Lösung, die ohne technische Integration, USB-Stick und Chip-Karte auskommt, auf jedem Gerät funktioniert und mit aufstrebenden E-IDs wie der SwissID verwendet werden kann.

10:45 – 11:05

Pause

11:05 – 11:45

Diskussion

LegalTech in der Aus- und Weiterbildung

  • Henrik von Wehrs, Legal Tech Engagement Manager Europe, Allen & Overy
  • Sandra Cooke, Studiengangsleiterin MAS Business Law, Fernfachhochschule Schweiz (FFHS)
  • Jolanda Rose, Legal-Tech-Bloggerin, Gründerin von Lawtechrose.com und Jurastudentin an der Freien Universität Berlin
  • Franz Kummer, Mitgründer und CEO Weblaw AG

 

Sandra Cooke, lic. iur. Rechtsanwältin, ist Studiengangsleiterin des MAS Business Law an der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS). Sie engagiert sich für die kontinuierliche Weiterentwicklung und den Ausbau des Weiterbildungsangebots in ihrem Studiengang, dies nicht zuletzt mit dem Aufbau des neuen CAS Legal Tech, welches erstmals per Herbstsemester 2020/2021 an der FFHS angeboten wird.

Statement: Um als Juristinnen und Juristen in ein einer digitalisierten Welt erfolgreich bestehen zu können ist es unerlässlich, dass wir die Augen vor der Technologie nicht länger verschliessen und uns zumindest ein grundlegendes Verständnis der IT-technischen Aspekte der erfolgversprechenden neuen Technologien aneignen.


Jolanda Rose ist Legal-Tech-Bloggerin, Gründerin von Lawtechrose.com und Jurastudentin an der Freien Universität Berlin. Ihre Leidenschaft gilt Recht, Technik, Ethik, Diversität und Innovation. Darüber hinaus engagiert sie sich für die Modernisierung der juristischen Ausbildung. Mit ihrer Arbeit möchte sie andere dazu inspirieren, die juristische Arbeit und Ausbildung zu überdenken und neu zu gestalten.

Statement: Eine modernisierte, interdisziplinäre Juristenausbildung ist unabdingbar, um den Anforderungen der juristischen Berufswelt und der Verantwortung als JuristInnen in einer digitalisierten Gesellschaft gerecht zu werden.

11:50 – 12:15

eDiscovery: Worauf ein Schweizer Rechtsdienst achten sollte

David Rosenthal

Kaum ein Unternehmen wünscht die Erfahrung, aber mitunter lässt sie sich nicht vermeiden: Ein Rechtsstreit in den USA, eine interne Untersuchung, eine Document Request einer in- oder ausländischen Behörde -- in allen Fällen kann es erforderlich werden, mehr oder weniger grosse Mengen an E-Mails und anderen Dokumente zusammenzutragen, aufzubereiten und zu liefern. Dieses Referat führt in das Thema aus Sicht eines Rechtsdienstes in der Schweiz ein: Es wird erklärt, wie eDiscovery funktioniert, wie es praktisch aufgesetzt wird und wie die rechtlichen Herausforderungen gelöst werden können - von einem praxiserfahrenen Juristen, der das hierzulande schon seit rund 15 Jahren macht.

12:20 – 12:45

Coding for Lawyers

Dr. Philip C. Hanke, Verlagsleiter Weblaw AG

Wir schreiben gemeinsam ein kleines Programm. Denn für Legal-Tech-Projekte braucht es ein zumindest grundlegendes Verständnis beider Seiten: des Rechts und der Technologie.

Philip Hanke gibt Ihnen einen kleinen Einblick, wie Coding und Softwareentwicklung aussieht.

Stream 1 – Programm Nachmittag: Notariat / Grundbuch im Wandel / Dokumentenautomatisation

Uhrzeit Referenten & Titel
14:00 – 14:15

Begrüssung und Einführung ins Thema

14:15 – 14:40

Effizienter Gründungsprozess durch Digitalisierung & Blockchain

Andreas Hess, Handelsregister- und Konkursamt Zug

Durch die Verlagerung des gesamten Gründungsprozesses in einen digitalen Workflow können Aktionen sofort und parallel ausgeführt werden. Dazu gehören die notwendigen Abläufe mit dem Gründer, den Anwälten, den Banken, den Notaren und dem Handelsregister. Dadurch wird der gesamte Prozess vereinfacht, weniger fehleranfällig und enorm beschleunigt. Durch den Einsatz einer Blockchain wird die Unverfälschbarkeit und damit das Vertrauen zwischen den Partnern gewährleistet.

14:45 – 15:10

Die Grundbuchführung im Bann der Digitalisierung

Adrian Mühlematter, Grundbuchamt Oberland

Aktuelle, vollständige und einheitliche, jederzeit mittels elektronsicher Medien verfügbare Informationen über die Rechte und Lasten an Grundstücken ist ein Muss. Der Vortrag widmet sich den strategischen Zielen einer digitalen Grundbuchführung und zeigt die Herausforderungen auf dem Weg zu deren Erreichung.

15:15 – 15:30

Breakout Session: Medienbruchfreie Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen (am Beispiel Antrag Kurzarbeit)

Wolfgang Hugentobler, Co-Founder und CEO iDPARC AG

Die Corona-Krise hat aufgezeigt, dass die klassischen Online-Formular Lösungen immer noch beträchtliche Lücken in der Digitalisierung von Prozessen aufweisen. Klassische Lösungen erzwingen einen Medienbruch (Download, Druck, Unterschrift und Versand). Die Digitalisierung beginnt dann erst wieder beim Posteingang mit dem Einscannen.

Dass dem nicht mehr so ein muss, zeigt dieses Referat mit Live-Demo. Innert drei Wochen wurde den Arbeitslosenkassen in enger Zusammenarbeit mit dem SECO eine komplett medienbruchfreie Digitale-Experience-Plattform (DXP) auf Basis von DocGenie(R)/DocEngine(TM) zur Verfügung gestellt. Mit der einfachen Einbindung eines Hyperlinks auf der Website einer Arbeitslosenkasse werden damit Anträge zur Kurzarbeit komplett digital abgewickelt.

Während klassische Online-Formulare mit der Eingabe/Registrierung enden, beginnt hier der eigentliche digitale Prozess. Der Antragsteller und seine Arbeitslosenkasse werden miteinander digital verbunden. Wie in einem Chat werden allfällige Hinweise auf Fehler/Lücken, Kommentierungen und Korrekturen online ausgetauscht, bis ein Antrag den rechtlichen Anforderungen genügt. Erforderliche Beilagen werden einfach per Drag&Drop übergeben. Komplett automatisch unterstützt das System einen lückenlosen Audit-Trail, die PDF-Generierung sowie -Ablage im DMS und die Übergabe von Metadaten ans Hauptsystem. Damit wird die komplette Strecke zwischen Antragsteller und Kasse - in beiden Richtungen - komplett digital abgewickelt. Die daraus resultierende Zeitersparnis und Arbeitserleichterung ist beträchtlich.

15:30 – 16:00

Pause

16:00 – 16:40

Diskussion

  • Andreas Hess, Handelsregister- und Konkursamt Zug
  • Jan Rohner, Notariat, Grundbuch- und Konkursamt Küsnacht
  • Urban Baumann, Co-founder von firm-it, Dobler Rechtsanwälte AG
16:40 – 17:05

Durchführung von Generalversammlungen und die öffentliche Beurkundung der Beschlüsse auf elektronischem Weg

Lukas Müller, Diego Benz, Philippe Kaiser

Die elektronische Durchführung von Generalversammlungen bringt einige rechtliche und technische Herausforderungen mit sich, sobald Beschlüsse durch einen Notar öffentlich beurkundet werden müssen. In unserem Vortrag diskutieren wir einige Möglichkeiten, elektronische Mittel einzusetzen und wie die öffentliche Beurkundung durch einen Notar vorgenommen werden kann.

17:05 – 17:30

Von der Erstellung bis zur Unterschrift in wenigen Minuten: Intelligentes Vertragswesen im SAP System

Matthias Ebneter, SAP

Das betriebliche Vertragswesen ist für Unternehmen wie Behörden geschäftskritisch. Intelligentes Vertragswesen ist verknüpft mit dem ERP System, unterstützt ein agiles, stets aktuelles Vertragsmanagement und macht vertragliche Risiken transparent und kalkulierbar.

Wir zeigen, wie Dokumentvorlagen erstellt und Klauseln mit Variablen aus dem System verknüpft werden können. Verträge werden per Request auf Basis der Vorlagen und unter Berücksichtigung aller relevanten Attribute automatisch generiert und können im System weiter bearbeitet oder im Word-Format ausgetauscht werden. Workflows decken alle Prozesse ab, wenn gewünscht bis zur elektronischen Unterzeichnung des Vertrags.

17:30 - 17:45

Zusammenfassung / Abschluss

Stream 2 – Programm Nachmittag: Fokus Gerichte

Uhrzeit Referenten & Titel
14:00 – 14:15

Begrüssung und Einführung ins Thema

14:15 – 14:40

Digitalisierung der Justiz in der Schweiz: Das Projekt Justitia 4.0

Dr. iur. Jacques Bühler, Bundesgericht & Lukas Huber, Obergericht Zürich

Die Digitalisierung der Schweizer Justiz steht vor der Tür. In wenigen Jahren werden Anwältinnen und Anwälte nur noch elektronisch mit den Staatsanwaltschaften und den Gerichten kommunizieren. Das Projekt Justitia 4.0 hat das Ziel, den elektronischen Rechtsverkehr und die elektronische Akteneinsicht zu ermöglichen und in der Justiz die physischen Aktenberge durch moderne und sichere elektronische Akten zu ersetzen. Das Referat soll Ihnen aktuelle Informationen zum Stand des Projekts und zu den geplanten Schritten bis zur Einführung der digitalen Justiz liefern.

14:45 – 15:10

Digitales Arbeiten am Strafgericht Basel-Stadt

Marc Oser, Strafgericht Basel-Stadt

Mit der Bezeichnung „Projekt Gerichte 2010“ hat der Kanton Basel-Stadt vor über 10 Jahren begonnen, die für die Fallverwaltung verschiedenen Individuallösungen der Gerichte zu vereinheitlichen. Neben der Umstellung auf eine neue Informatikinfrastruktur wollte man ein modernes Dokumentenmanagementsystem (DMS) einführen. Der Schwerpunkt war dabei der behutsame Einstieg in eine papierarme Verarbeitung der Geschäftsprozesse und den elektronischen Rechtsverkehr. Die eAkte konnte bei den Gerichten schon vor Jahren eingeführt werden. Die Papierakte wird parallel dazu allerdings immer noch geführt. Es wurde ein digitaler Prozess eingeführt, bei welchem ab der eingehenden Post bei der Gerichtskanzlei über die Instruktion bei den Präsidien und die Gerichtsschreiber wieder zurück an die Kanzlei alles papierlos ablaufen sollte. Über entsprechende Applikationen und Schnittstellen in der Systemlandschaft werden die digitalen Dokumente bearbeitet und weitergeschickt. Die Präsentation anlässlich der Tagung soll einen kurzen praktischen Einblick in diese digitale Arbeitsweise am Strafgericht Basel-Stadt geben.

15:15 – 15:30

Breakout Session: Know-how-Management

Dr. iur. Blaise Dévaud, Wirtschaftsinformatiker, Mitglied der Geschäftsleitung der Weblaw AG

Dr. Blaise Dévaud, Mitglied der GL der Weblaw AG, zeigt die Rolle und Bedeutung einer unternehmensinternen juristischen Suche am Beispiel von Lawsearch Enterprise. 

Lawsearch Enterprise ist ein juristischer Single Point of Search für die tägliche juristische Arbeit aller Mitarbeitenden. Die internen Dokumente können mit juristischen Suchfiltern durchsucht werden, und zwar nach zitierten juristischen Referenzen (Gesetzesartikel, Gerichtsentscheide) sowie nach mehrsprachigen juristischen Stichworten. 

Der Einsatz von Lawsearch Enterprise spart Zeit und vereinfacht das Wissensmanagement. Die benötigten Dokumente aus der Ablage oder aus dem Archiv werden schnell gefunden, das Wissen aus alten Fällen kann von neuen Mitarbeitenden genutzt und eingesetzt werden. Die Qualität der Arbeit steigt, die gesparte Zeit erhöht die Produktivität.

15:30 – 16:00

Pause

16:00 – 16:40

Diskussion

  • Dr. iur. Jacques Bühler, Stv. Generalsekretär des Bundesgerichts
  • Dr. iur. Petra Hauser, Rechtsanwältin, Präsidentin, Obergericht des Kantons Glarus
  • Lukas Huber, Generalsekretär-Stv. am Obergericht des Kantons Zürich
  • Marc Oser, Rechtsanwalt, Präsident, Strafgericht Basel-Stadt
  • Dr. iur. Gian Sandro Genna, Rechtsanwalt, Inhaber Jusonline AG, Bern
16:40 – 17:05

Dein Richter – der Bot?

Franz Kummer, Mitgründer und CEO der Weblaw AG

LegalTech an Gerichten.

17:05 – 17:30

Online Dispute Resolution & Künstliche Intelligenz als Richter

Ioannis Martinis, Head of Legal Tech Coop Rechtsschutz, Head of Communication der YLEX AG

Weltweit haben mehr Leute Zugang zum Internet als zur Justiz. Gemäss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) müssen weltweit 4 Milliarden Menschen ohne ordentlichen juristischen Schutz auskommen. Im Kontrast hierzu nutzen heute bereits über 4.5 Milliarden Menschen das World Wide Web. Tendenz steigend. Höchste Zeit um sich mit intensiver mit Online Dispute Resolution auseinanderzusetzen und die Frage aufzuwerfen, ob die Fortschritte im Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz nicht genutzt werden können, um die Justiz zu entlasten.

17:30 - 17:45

Zusammenfassung / Abschluss

Moderation

Mark Alder

Dr. iur.

Sarah Montani

lic. iur., Mitgründerin & CEO Weblaw AG

Franz Kummer

lic. iur., Mitgründer und CEO Weblaw AG, Bern

Referierende

Hans-Martin Allemann

Dr. iur., Rechtsanwalt, Mediator SAV, Fähigkeitsausweis Notar

Gregory De Backer

Projektleiter bei der Firma Cogni.zone, Bruxelles, Belgium

Urban Baumann

lic.iur., Rechtsanwalt und Urkundsperson, Dobler Rechtsanwälte, Lachen

Diego Benz

lic. iur., Rechtsanwalt und Notar, Drakkensberg, Zug

Jörg De Bernardi

Leiter Interne Dienste der Bundeskanzlei und Auftraggeber des Projektes zur Erneuerung der Bundesrechtsplattform, Bern

Jacques Bühler

Dr. iur., Stv. Generalsekretär des Bundesgerichts

Carmen de la Cruz

RA lic. iur., eidg. dipl. Wirtschaftsinformatikerin, Notarin, Partner de la Cruz Beranek Rechtsanwälte AG, Zug

Sandra Cooke

Rechtsanwältin, Studiengangsleiterin MAS Business Law, Fernfachhochschule Schweiz

Blaise Dévaud

Dr. iur., MA in Wirtschaftsinformatik, Mitglied der Geschäftsleitung Weblaw AG, Bern

Matthias Ebneter

lic. iur., LL.M. (It Law), Rechtsanwalt,SAP Gobal Legal | Content & Digitalization, Regensdorf

Marc Fischer

RA lic. iur. & Mediator FHA, Sarvient., Zug

Thomas Gasteyer

Prof. Dr. iur., Rechtsanwalt, Counsel Clifford Chance Frankfurt

Gian Sandro Genna

Dr. iur., Rechtsanwalt, Inhaber Jusonline AG, Bern

Petra Hauser

Dr. iur., Rechtsanwältin, Präsidentin, Obergericht des Kantons Glarus

Andreas Hess

lic. iur., Amtsleiter Handelsregister- & Konkursamt Zug

Lukas Huber

Generalsekretär-Stv. bei Obergericht des Kantons Zürich

Wolfgang Hugentobler

Ing. HTL/NDS, Co-Founder und CEO iDPARC AG, Bern

Philippe Kaiser

lic.iur. HSG, Rechtsanwalt und Notar, Kaiser Odermatt & Partner AG, Zug

Astrid Kohlmeier

lic. iur., Rechtsanwältin, Legal Design, München und Umgebung, Deutschland

Franz Kummer

lic. iur., Mitgründer und CEO Weblaw AG, Bern

Markus Loher

Inhaber und Geschäftsführer der Con-IT, Zürich

Ioannis Martinis

lic. iur., Head of Legal Tech der Coop Rechtsschutz, Head of Communication der YLEX AG, Bern

Patrick Meade

Happiness Manager bei Skribble, Zürich

Michel Moret

Leiter der Sektion «Kompetenzzentrum Amtliche Veröffentlichungen» der Bundeskanzlei, Bern

Adrian Mühlematter

Geschäftsleitender Grundbuchverwalter, Grundbuchamt Oberland

Lukas Müller

Prof. Dr., Assistenzprofessor für Wirtschaftsrecht an der Universität St. Gallen, Rechtsanwalt, St. Gallen

Andreas Nef

Founder Students Immigration Services KlG, Thurgau

Marc Oser

lic. iur., Rechtsanwalt, Präsident, Strafgericht Basel-Stadt

Jan Rohner

Präsident, Gesellschaft der Notar-Stellvertreter des Kantons Zürich

Jolanda Rose

Legal-Tech-Bloggerin, Gründerin von Lawtechrose.com & Jurastudentin an der Freien Universität Berlin

David Rosenthal

lic. iur., ab Juni Partner bei VISCHER, Zürich

Luca Schmid

Mitgründer TrackRank, Student der Rechts- & Wirtschaftswissenschaften an der Universität St.Gallen

Manuel Schmid

Mitgründer TrackRank, Student der Rechts- & Wirtschaftswissenschaften an der Universität St.Gallen

Serge von Steiger

Mitgründer TrackRank, Student der Rechts- & Wirtschaftswissenschaften an der Universität St.Gallen

Lukas Walter

Mitgründer TrackRank, Student der Rechts- & Wirtschaftswissenschaften an der Universität St.Gallen

Henrik von Wehrs

Legal Tech Engagement Manager Europe, Allen & Overy, Frankfurt am Main und Umgebung, Deutschland

Yannick Wohlhauser

Mitgründer TrackRank, Student der Rechts- & Wirtschaftswissenschaften an der Universität St.Gallen

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